Schweizweit neue Replay-TV-Regeln, auch bei Kabelfernsehen Bödeli

Hintergrund

Unterseen, 15.09.2022: Privat-rechtliche Sender, Programmveranstalter und Verwertungsgesellschaften haben sich in einer Branchenvereinbarung auf neue Replay-TV-Regeln geeinigt.

In der Schweiz war es dank einer einmaligen rechtlichen Grundlage bis anhin möglich, flächendeckend Replay-TV anzubieten. Die Möglichkeit, Werbeblöcke zu überspringen führte jedoch zu hohen Werbeeinbussen bei den TV-Sendern. Um den Kundinnen und Kunden weiterhin attraktives Fernsehen anbieten zu können, haben privat-rechtliche Programmveranstalter, Branchenverbände und Verwertungsgesellschaften (siehe Infobox) gemeinsam nach einer Lösung gesucht, wie es der Nationalrat bereits 2018 verlangt hat. Die getroffene Vereinbarung wurde per 14. September 2022 bekanntgegeben und ist im sogenannten „Gemeinsamer Tarif 12“ (GT 12) festgehalten. Auch Kabelfernsehen Bödeli wird diese Vereinbarung umsetzen.

Hier geht’s zum Bericht in der Jungfrauzeitung

Veränderung für Kundinnen und Kunden

Die Veränderungen betreffen nur das Fernsehen im Replay-Modus. Beim Live-TV bleibt alles beim Alten. Die Änderungen gemäss Branchenvereinbarung treten per 04.10.2022 in Kraft.

Ab diesem Datum gibt es für die Kundinnen und Kunden bei den betroffenen Sendern zwei Möglichkeiten:

Option 1:

Nichts unternehmen – bei vielen Sendern funktioniert alles wie bisher – neu wird bei rund 20 privaten Sendern in drei Situationen ein kurzer Replay-Werbeblock eingespielt: Beim Starten eines Senders, beim Überspringen der linearen Werbung und beim Pausieren von Replay-TV. Vergleichbare Werbeformen kommen bereits heute bei Diensten wie Youtube oder Spotify zum Einsatz.

Option 2:

Für den Betrag von Fr. 7.90/Monat können Kundinnen und Kunden eine Zusatzfunktion buchen, die es erlaubt wie gewohnt die Pause-Taste zu bedienen oder zu spulen ohne, dass zusätzliche Werbung eingeblendet wird. Zudem können Werbeblöcke per Knopf-Druck direkt übersprungen werden. Nach betätigen der Forward-Taste geht es dann punktgenau nach dem Werbeblock weiter – das mühsame Spulen zum Ende des Werbeblocks wird somit hinfällig.

Die Zusatzfunktion “Ad-Skipping” können Sie bequem auf dem Hauptmenu Ihrer IPTV-Oberfläche unter “Kaufpakete” aktivieren.

Welche Sender sind betroffen?

Aktuell planen rund 20 deutsche und Schweizerdeutsche Sender, die neuen Werbeblöcke im Replay-Modus einzuspielen. Davon ausgenommen sind die öffentlich-rechtlichen Sender SRF, ARD, ZDF. Sender mit Replay-Werbung sind ab dem 04. Oktober 2022: 3+, 4+, 5+, 6+, 7+ Family / NICK Schweiz, Kabel Eins, NITRO, ProSieben, ProSieben MAXX, Puls 8, RTL, RTLZWEI, S1, SAT1, SAT1 Gold, sixx, TV24, TV25, VOX.

Häufig gestellte Fragen zur neuen Regelung

Neue Regelung Replay-TV

Die Senderliste der an der Branchenvereinbarung teilnehmenden Sendern zum Launch:

  • 3+
  • 4+
  • 5+
  • 6+
  • 7+ / NICK Schweiz
  • Kabel Eins
  • NITRO
  • ProSieben
  • ProSieben MAXX
  • Puls 8
  • RTL
  • RTLZWEI
  • S1
  • 1
  • 1 Gold
  • sixx
  • TV24
  • TV25
  • VOX

 

Mitglieder der Branchenvereinbarung, Start im 2023

Die Schweizer Regionalsender wie TeleZüri, TeleBärn, Tele1, Tele M1, TVO, Telebasel, Léman bleu, Tele Ticino, Tele Top, Tele Südostschweiz, Canal Alpha, Canal9/Kanal9, La Télé, Tele Bielingue und SWISS 1, n-tv, SUPER RTL.

Geplanter Start der neuen Branchenvereinbarung ist der 4. Oktober 2022.

In der Schweiz ist Replay TV über das Urheberrecht geregelt. Gemäss geltendem Urheberrecht müssen alle TV-Anbieter die Sender für die zeitversetzte Verbreitung ihrer Inhalte entgelten. Der Tarif dafür wird zwischen den Branchenverbänden (Suissedigital und Swissstream) und den Verwertungsgesellschaften (ProLitteris, SSA Société Suisse des Auteurs, SUISA, SUISSIMAGE und SWISSPERFORM) ausgehandelt. Die Verwertungsgesellschaften und die Verbreiterverbände haben sich im Juni 2020 auf einen höheren Tarif (Gemeinsamen Tarif 12) geeinigt, der das zeitversetzte Fernsehen in der Schweiz gestützt auf das Urheberrechtsgesetz regelt. Die Verwertungsgesellschaften weisen die Gebühren den Berechtigten zu. Die Berechtigten sind neben den Sendern auch viele weitere Urheber*innen wie Drehbuchautor*innen, Übersetzer*innen, Regisseur*innen, Filmproduzent*innen, Musikschaffende sowie Audio- und weitere Miturheber*innen und weitere Berechtige.

 Die Branchenvereinbarung ist ein Abkommen zwischen Verbreitern und Sendern, um zeitversetztes Fernsehen in der Schweiz auch in Zukunft in der bisherigen Form anbieten zu können. Der Nationalrat hat die Verbreiter und Sender Ende 2018 zum Finden einer einvernehmlichen Lösung aufgefordert. Durch die neuen Werbeformen sollen die monetären Ausfälle der Sender – bedingt durch das Überspulen der Werbung bei Replay-TV kompensiert werden.

Alle grossen Verbreiter sind Teil der Branchenvereinbarung. Namentlich: Swisscom, Sunrise, Quickline, Salt, Zattoo, Yallo, Teleboy etc.

Bei einzelnen regionalen Anbietern kann es sein, dass sie Replay Werbung technisch nicht einführen konnten.

Diese Frage müssen die einzelnen Sender beantworten.

Die SRG hat bereits im Rahmen der Tarifgenehmigung angedeutet, dass ein Beitritt zur Branchenvereinbarung in Betracht gezogen und ergebnisoffen evaluiert wird. Diese internen Evaluationen sollten jedoch die Planung und Umsetzung der Lösung durch Verbreiter und Sender nicht tangieren. Deshalb wird die Lösung vorerst ohne SRG implementiert. Über einen möglichen Betritt der SRG zur Branchenvereinbarung laufen derzeit Gespräche.

Es steht allen Sendern frei, jederzeit der Branchenvereinbarung bei- oder auszutreten.

Auf diesen Sendern verändert sich nichts.

Zum Start der neuen Werbeformen werden rund 20 der grössten privaten TV-Sender Replay Ads zeigen (darunter RTL, Sat1, Pro 7, 3+ etc.). (siehe Senderliste)

Der Einsatz dieser neuen Werbeformen gehört zur Abmachung im Rahmen der Branchenvereinbarung, weil diese Funktionen ebenfalls unter zeitversetzte Fernsehnutzung fallen.

Zeitversetztes Fernsehen umfasst:

  • Aufnahmen (7 Tage)
  • Live Pause
  • Start-over
  • Replay TV

Die Verbreiter haben unterschiedliche Bezahl-Optionen im Angebot, mit denen die Kund*innen die Replay-Werbung mit einem Klick überspringen können.

Die Kunden können die Werbeblöcke nicht mehr wie bisher überspulen, jedoch sind diese neuen Replay Ads-Werbeblöcke wesentlich kürzer als bisher und neu ist auf Knopfdruck ein punktgenauer Wiedereinstieg in die Sendung möglich.

Den Kund*innen werden folgende neuen Werbeformen ausgespielt:

  • Start-Ad: Ganz kurzer Werbespot zum Start einer Sendung im zeitversetzten Fernsehen
  • Fast Forward-Ad (FFA): Werbespot im Falle des Überspringens eines linearen Werbeblocks im zeitversetzten Fernsehen.
  • Pause-Ad: Statische Werbung nach Drücken der Pausentaste im Live- oder zeitversetzten Fernsehen.

Die Kund*innen bekommen auf den teilnehmenden Sendern neu Replay-Werbung ausgespielt, wenn sie:

  • Eine Replay Sendung schauen
  • Eine begonnene Sendung von vorne anschauen (Start-Over)
  • Aufgenommene Sendungen in den ersten 7 Tagen schauen (Replay Fenster)
  • Live Pause drücken im Live TV, Replay oder in den Aufnahmen

Die Branchenvereinbarung war ein Kompromiss, um das beliebte Replay TV überhaupt weiter anbieten zu können. Es gab schlicht keine Alternative. Wenn die Verbreiter die Vereinbarung nicht akzeptiert hätten, hätte sich das TV-Erlebnis für die Endkund*innen langfristig wohl deutlich verschlechtert, da die Replay Rechte – wie in den Nachbarländern – einzeln mit den

Sendern und für die jeweiligen Sendungen hätten verhandelt werden müssen.

Die bisherige Verfügbarkeit von Replay in der Schweiz war eine absolute Ausnahmeregelung. In unseren Nachbarländern sowie in anderen Märkten müssen Replay Rechte mit den einzelnen Sendern und für die jeweiligen Sendungen separat verhandelt werden. D.h. Replay ist dort kostenpflichtig und nur für die Sendungen und Sender verfügbar, wo dies entsprechend vereinbart wurde. Die flächendeckende Verfügbarkeit von Replay über alle Sender in der Schweiz ist im sogenannten Gemeinsamen Tarif 12 (GT12) geregelt.

Nun haben einige Sender angemerkt, dass ihnen mit dem bestehenden Replay TV in der Schweiz wichtige Werbeeinnahmen verloren gehen. Um das beliebte Replay TV überhaupt

weiter anbieten zu können, haben wir uns als gesamte TV-Branche auf einen Kompromiss geeinigt, der in der neuen sogenannten Branchenvereinbarung geregelt ist.

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