Im Einsatz für unser Netz
Ricardo Ribeiro: Zwischen Technik, Kundenkontakt und Einsätzen in unserer Region
Seit acht Jahren sorge ich mit unserem Team dafür, dass die Region zuverlässig verbunden bleibt
Ich bin Ricardo Ribeiro und arbeite seit acht Jahren bei Kabelfernsehen Bödeli. Zuständig bin ich für unser Netz. Das bedeutet, dass ich überall dort im Einsatz bin, wo Kabel eingezogen, Anschlüsse gebaut, Glasfasern verbunden oder Störungen behoben werden müssen.
Mit drei Worten würde ich mich als zuverlässig, sauber und pünktlich beschreiben. Das passt ganz gut zu meinem Beruf. Denn bei Arbeiten am Netz sollte nicht nur das Kabel am richtigen Ort liegen. Am Ende muss vor allem alles zuverlässig funktionieren.
Mein Weg zu Kabelfernsehen Bödeli
Ursprünglich habe ich Netzelektriker gelernt. Nach meiner Lehre arbeitete ich während vier bis fünf Monaten temporär. Danach bekam ich die Möglichkeit, bei der Kabelfernsehen Bödeli AG einzusteigen.
Die Arbeit mit Kabeln war mir bereits aus meiner Ausbildung vertraut. Man könnte sagen, dass ich mich schon damals ziemlich gut mit ihnen verstanden habe.
Besonders spannend fand ich die Frage, wie ein Internetsignal überhaupt funktioniert. Wo kommt es her? Welchen Weg legt es zurück und wie gelangt es am Ende bis in ein Haus?
Diese Neugier war für mich der Auslöser, mich intensiver mit Kabelnetzen und der Technik dahinter zu beschäftigen.
Vom Hausanschluss bis zur Verteilkabine
Meine Arbeit lässt sich nicht mit einer einzigen Aufgabe beschreiben. Ich ziehe Kupfer- und Glasfaserkabel ein, arbeite an Hausanschlüssen und Verteilkabinen und führe Spleissarbeiten innerhalb von Gebäuden oder direkt an unserem Netz aus.
Dazu kommen Grabarbeiten, Netzbau, technische Abklärungen und Arbeiten im Büro. Genau diese Mischung gefällt mir.
An einem Tag bin ich draussen auf einer Baustelle, am nächsten arbeite ich an einem Glasfaserkabel und später sitze ich vor einem Netzplan. Dadurch gleicht kaum ein Arbeitstag dem anderen.
Mein erster Arbeitstag führte mich nach Brienz
Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich meinen ersten Einsatz in Brienz. Gleich am ersten Tag war ich draussen in unserer Region unterwegs und erhielt einen guten Einblick in die Arbeit.
Nach Feierabend dachte ich vor allem zwei Dinge: Das Team ist toll und die Arbeit macht Spass.
Dieses Gefühl hat sich bis heute nicht verändert. Natürlich gibt es anstrengende Tage und Aufgaben, bei denen nicht alles sofort nach Plan läuft. Gerade dann ist es wichtig, dass wir uns im Team unterstützen und gemeinsam eine Lösung finden.
Was bei unserer Arbeit häufig unterschätzt wird
Von aussen sieht es manchmal einfach aus. Ein Kabel einziehen, anschliessen und fertig. In Wirklichkeit steckt deutlich mehr dahinter.
Oft wird unterschätzt, wie viel Zeit, Vorbereitung und Genauigkeit für Arbeiten im Feld notwendig sind. Manchmal sind Leitungswege schwer zugänglich, Rohre bereits voll oder die Bedingungen vor Ort anders als erwartet.
Auch das Wetter können wir uns nicht aussuchen. Wir arbeiten bei Hitze, Nässe und Kälte. Das gehört zu unserem Beruf. Das Netz wartet schliesslich nicht, bis draussen wieder perfektes Wetter herrscht.
Ein Kabelschaden, der mir geblieben ist
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Kabelschaden in Beatenberg. Dabei wurde ein Glasfaserkabel beschädigt.
Bei solchen Einsätzen muss es schnell gehen. Gleichzeitig dürfen wir nicht hektisch werden, denn gerade bei Glasfaser ist präzises und sauberes Arbeiten entscheidend.
Jeder Schaden ist etwas anders. Die Umgebung, die Zugänglichkeit und das betroffene Kabel bringen immer neue Herausforderungen mit sich. Genau solche Einsätze zeigen, wie wichtig Erfahrung, Fachwissen und Teamarbeit sind.
Am liebsten spleisse ich
Wenn ich mir eine Arbeit aussuchen dürfte, wäre meine Antwort klar: Spleissen.
Dafür habe ich einen expliziten Spleisskurs besucht. Beim Spleissen werden sehr feine Glasfasern präzise miteinander verbunden. Dafür braucht es Konzentration, Geduld und eine ruhige Hand.
Mir gefällt diese genaue Arbeit. Man sieht direkt, was man gemacht hat, und weiss, dass eine saubere Verbindung entscheidend für ein zuverlässiges Signal ist.
Auch nach acht Jahren lerne ich weiter
In unserem Beruf lernt man nie vollständig aus. Die Technik entwickelt sich weiter und auch unsere Aufgaben verändern sich.
Im August des vergangenen Jahres habe ich einen CAD-Kurs besucht. Dort lernte ich, technische Pläne digital zu erstellen und zu bearbeiten.
Dieses Wissen hilft mir bei der Planung und Dokumentation unseres Netzes. Für mich gehört Weiterbildung einfach dazu. Wer verstehen möchte, wie ein modernes Netz funktioniert, muss bereit sein, immer wieder etwas Neues zu lernen.
Mein Lieblingsort liegt am See
Mein Lieblingsort in der Region ist das Neuhaus in Unterseen. Ich bin dort aufgewachsen und verbinde deshalb viele Erinnerungen mit diesem Ort.
Der See, die Aussicht und die vertraute Umgebung machen das Neuhaus für mich besonders. Auch wenn ich durch meine Arbeit viele schöne Plätze in unserer Region sehe, bleibt dieser Ort mein persönlicher Favorit.
Wir dürfen tatsächlich häufig dort arbeiten, wo andere ihre Ferien verbringen. Im Alltag vergisst man das manchmal. Doch es gibt immer wieder Momente, in denen ich mir denke: Wir haben es hier schon sehr schön.